Was sind antike Kochworkshops?

Viele Kollegen, also Archäologen, Historiker und Philologen, wollen ihre Forschungen nur einer FachPA280804 Smallwelt präsentieren. Ich möchte meine Erkenntnisse aus der Archäologie mit allen teilen, um die Archäologie und die Geschichte jedem begreifbar, erlebbar und essbar zu machen. 

 

Ein antiker Kochworkshop dient dazu, einen Blick in antike Kochtöpfe (Steinzeit, Mesopotamien, Kelten, Römer, Wikinger) zu werfen und neue Geschmacksrichtungen zu erleben! Alle Teilnehmer kochen gemeinsam ein antikes Menü! Wann der nächste stattfindet, steht hier.

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Wer sich noch nicht sicher ist, worauf er/sie sich da einlässt, hat die Möglichkeit einen Vortrag mit Verkostung über die Essgewohnheiten einer Kultur zu besuchen! Elisabeth Monamy erklärt was wann gegessen wurde. Am Ende gibt es eine Verkostungen kleiner Speisen aus dieser Epoche! Wann und wo der nächste stattfindet, steht hier. Vorträge mit Verkostung können auch für geschlossene Gruppen gebucht werden. Am besten über das Kontaktformular!

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Rückmeldungen von Teilnehmer:

 

Doris S.:

Im Rahmen einer archäologischen Ausgrabung in Carnuntum hatte ich das große Glück,  auch im kulinarischen Bereich in die Welt der alten Römer eintauchen zu können. Eine Welt, die ohne Salz nur durch Gewürze, Kräuter und Fischsauce (Garum) auskommt, stellt man sich als Laie langweilig oder ungenießbar vor. Nichts lag dem opulenten Mahl ferner. Unsere Archeomuse Elisabeth hat mit Zutaten, die schon im überlieferten Kochbuch von Apicius verwendet wurden, ein köstliches 4-Gänge Menü gezaubert, das allen Teilnehmern ausgesprochen gut geschmeckt hat. Das Schweineragout mit Marillen, aber auch das Fischfrikassee – beides wurde als Hauptspeise kredenzt – mit Einkorn als Beilage waren einfach köstlich. Der einzige Wermutstropfen – wir konnten die Zubereitung leider nicht mit verfolgen – wurde gleich wieder mit der Information von Elisabeth ausgeräumt, dass sie auch Kochkurse veranstaltet. Vielen Dank für das tolle Essen und die großartige Präsentation! Und…bevor ich es vergesse, der Gewürzwein war ein Gedicht!!!!

 

 

 

Garum Mosaik Pompeji
 

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Brigitte H.:

"Liebe Elisabeth Monamy, der Kochkurs war eine tolle Veranstaltung und ich werde ganz sicher einige Rezepte nachmachen, vor allem die beiden Vorspeisen."


Alexandra G.:

"Der gestrige Abend war ein wahrer Genuss. Interessant und vergnüglich zugleich. Vielen Dank!"

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Von der Steinzeit über das Römische Reich bin ins frühe Mittelalter!

Die Steinzeit SteinzeitMensch Axel ist die früheste Epoche der Menschheitsgeschichte, durch Steinwerkzeug gekennzeichnet und erstreckt sich bis zur Bronzezeit, Periode in der Metallgegenstände vorherrschend aus Bronze hergestellt wurden (ca. 2.200 BC in Europa). Die Steinzeit dauert also ca. 2,4 Millionen Jahre an und der Mensch entwickelte sich vom Homo Habilis zum modernen Homo Sapiens. Während diesem extrem langen Zeitraum wurden viele technische Errungenschaften gemacht, die einen direkten Einfluss auf die menschliche Nahrungsstruktur hatten. Einer dieser Fortschritte zum Beispiel war die Kontrolle und Nutzung des Feuers. Nahrungsquelle der Jäger und Sammler war lange Zeit alles, was sich im natürlichen Umfeld der Menschen finden ließ: Pflanzen, Früchte, Samen, Wurzeln, Pilze genauso wie Honig, Eier, Fleisch, Fisch und Weichtiere. Die Menschen lebten in kleinen Sippen, die mit ihrer Jagd-Beute im jahreszeitlichen Wechsel herumzogen. Milch und Milchprodukte waren vor der Domestizierung von Weidetieren ebenso wenig verfügbar wie die Zuchtformen von Obst, Gemüse und Getreide, die später zu Hauptnahrungsquellen wurden.  Eine der größten Erfindungen des Menschen und ein sehr einschneidendes Erlebnis stellte die Neolithische Revolution dar, der bewusste und gesteuerte Anbau von Nahrungsmitteln (Ackerbau) und die Viehzucht. Dies veränderte die Lebensweise des Menschen stark und ermöglichte erst die wirklich dauerhafte Sesshaftwerdung, den Anbau von zusätzlichen Nahrungsmitteln, die Bevorratung der Überschüsse oder den gezielten und weitreichenden Handel damit und nicht zuletzt eine Bevölkerungsexplosion, weil mehr Menschen satt werden konnten.

In Mesopotamien wurden die ersten niedergeschriebenen Rezepte ausgegraben. Von den Tausenden von Tontafeln, dieYBC 4644 recipesWww.library.yale.edu Lieferungen und Sendungen von Lebensmitteln aufzeichnen, aus Vokabellisten, die verschiedene Arten von Lebensmitteln auflisten und von Aufzeichnungen von Zahlungen an Arbeiter und Soldaten, können wir ein ziemlich genaues Bild von der Standard-Mesopotamischen Ernährung bekommen. Diese unterscheidet sich sehr von den Rezepten auf den Tontafeln YBC 4644, YBC 8958 und YBC4648. Ihr Ursprung liegt im südlichen Mesopotamien. Sie wurden in Keilschrift auf Akkadisch zwischen 1700 und 1600 v. Chr. geschrieben. Ihre extreme Feinheit und Komplexität könnten die Pracht am Hof Hammurabis (König von Babylon zwischen 1792 - 1750 v. Chr.) wiederspiegeln. Er ist der mächtigste Monarch der altbabylonischen Zeit, vor allem nach der Eroberung von Mari (1760 v. Chr.) im heutigen Syrien und der Beschlagnahme der Schätze (- 1759 v. Chr.). Die meisten haben seinen Namen in Verbindung mit der Kodex Hammurabi, einer Gesetzessammlung, gelesen. Die Tontafel YBC4644 enthält 25 Rezepte für Eintöpfe. Die Rezepte nennen die Zutaten und die Reihenfolge, in der sie hinzugefügt werden sollten, aber keine Mengenangaben oder Kochzeit. Das Keilschrift-Schriftsystem war komplex und in der Regel nur Schreiber, die seit Jahren studiert haben, konnten lesen und schreiben, also ist es unwahrscheinlich, dass die Kochbücher für den gewöhnlichen Koch oder Chef gedacht waren. Stattdessen wurden sie geschrieben, um die gegenwärtigen Praktiken der kulinarischen Kunst zu dokumentieren.

  • Kelten
  • Römer
  • Wikinger
  • Eine kulinarische Zeitreise

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